Gärten Kindersicher machen

Einige Tipps für die Gartenzeit!

Sie haben ein Kind? Sie haben einen Garten? Glückwunsch zu beidem! Der eigene Garten kann das ideale Experimentierfeld sein für Bewegungskompetenz und Entdeckerlust im geschützten Raum.

Allerdings: Ein wie mit der Nagelschere fein frisierter Rasen und irgendwo ein Sandkasten tun es nicht. Ein kinderfreundlicher Garten bietet Raum für kreatives, konstruktives und ausdauerndes Spielen und Bewegen – und Spielkameraden dürfen auch die Rasenfläche betreten…

Giftpflanzen

  • SEHR GIFTIG: Adonisröschen, Anemonen, Aronstab, Calla, Christrose, Christusdorn, Dieffenbachia, Eibe, Engelstrompete, Euphornien, Fingerhut, Goldregen, Gartenbohne, Herbstzeitlose, Hyazinthen, Kirschlorbeer, Kleines Immergrün, Korallenstrauch, Küchenschelle, Maiglöckchen, Narzissen, Nieswurz, Oleander, Pfaffenhütchen, Seidelblast, Stechapfel, Tollkirsche, alle Wolfsmilchgewächse z.B. Bärenklau.
  • GIFTIG: Akazien, Blaustern, Eisenhut, Faulbaum,Ficus benjamini, Gottesgnadenkraut, Heckenkirsche, Kornrade, Leberblümchen, Liguster, Mahonie, Mistel, Nelken, Porzellanblume, Rittersporn, Sauerklee, Schlafmohn, Stechpalme, Trollblume, Veilchen, Waldgeißblatt.
  • Verursachen Erkrankungen: Arnika, Buchsbaum, Efeu, Flamingoblume, Goldtrompete, Monstera, Philodendron, Schefflera, Wacholder.

So wird Ihr Garten zum gefahrlosen Spielfeld

 

  • Spielgeräte können zu Gefahrenquellen werden, wenn sie verwittert oder verschlissen sind.
  • Kordeln im Halsbereich von Kinderkleidung kürzen oder entfernen.
  • Der Boden unter den Spielgeräten sollte aus Rasen oder dämpfendem Material bestehen.
  • Gartenteiche, selbst Feuchtbiotope, können für Kleinkinder zur tödlichen Falle werden. Ertrinken ist eine der häufigsten Ursachen für tödliche Unfälle bei Kindern. Egal wie wenig Wasser drin ist. Kinder nie ohne Aufsicht im oder am Wasser spielen lassen. Hier können Hecken oder Zäune den Zugang versperren. Sinnvollen Schutz können auch reißfeste Netze oder Baustahlmatten bieten.
  • Auch Gartengeräte können zur Gefahr werden. Räumen Sie Rasenmäher, Rechen, Sense, Gartenscheren… nach Gebrauch weg.
  • Vorsicht ist auch bei Dünger und Schädlingsbekämpfungsmitteln geboten. Sollte ihr Kind sich doch einmal daran „vergreifen“ bringen Sie das Kind nicht aktiv zum Erbrechen. Durch die enthaltenen ätzenden Substanzen wird die Speiseröhre erneut geschädigt. Geben Sie Wasser zur Verdünnung (keine Milch o.Ä., da der Fettanteil die Giftaufnahme ins Blut beschleunigt) und alarmieren Sie den Notarzt!
  • Giftige Pflanzen im Garten sollte man möglichst vermeiden – oder man muss dem Kind erklären, was warum giftig und gefährlich ist. Eine Hilfe zur Einordnung bieten die Giftpflanzendatenbank bei botanicus.de