Zeckenzeit

Kaum sprießt das erste Frühlingsgrün, darf er sich größter Beachtung sicher sein: „Ixodes ricinus“, der gemeine Holzbock oder auch Zecke genannt!

Schließen wir gleich mal eines der Irrtümer aus: Zecken stürzen sich eher selten wie blutdürstige Vampire aus den Bäumen auf ihre Opfer, sondern lauern eher in hohen Gräsern und Sträuchern. Und das nicht nur im Wald, sondern auch im Garten oder Freibad. In Deutschland haben vor allem zwei durch Zecken übertragbare Erkrankungen Bedeutung.

Die LYME-BORRELIOSE, eine bakterielle Erkrankung die schwierig zu diagnostizieren ist, da sie alle möglichen Krankheiten imitiert, wie Grippe ähnliche Beschwerden, Gelenkschmerzen, Haarausfall, Sehstörungen, Herzrasen etc. Häufig bleibt sie unerkannt, obwohl jährlich ca. 60.000 Menschen erkranken. Behandelt wird die Borreliose mit Antibiotikum. Einen Impfschutz gibt es nicht.

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz -FSME-, ist eine Hirn- mit Hirnhautentzündung und wird durch ein Virus ausgelöst, dass die Zecke in bestimmten Endemiegebieten überträgt. Man schützt jährlich 250 Erkrankungen. Über die Endemiegebiete kann man sich bei www.rki.de aktuell erkundigen. Durch die warmen Sommer sind die Endemiegebiete in Deutschland etwas nördlicher gerückt und auch für andere Länder gibt es aktuelle Informationen auch bei ihrem Kinderarzt.

Nach einer Inkubationszeit von 5 bis 14 Tagen beginnt bei knapp 30% der Infizierten die zweiphasige Krankheit mit grippeähnlichen, unspezifischen Symptomen wie Kopfschmerzen, Fieber, Schnupfen. In dieser Zeit endet die Krankheit, wenn der Organismus Antikörper bildet. Bei ungefähr jedem Dritten kommt es jedoch nach etwa einer Woche erneut zu Fieber, und jeder Zehnte wird dauerhaft geschädigt!

Informieren Sie sich bei Ihrem Kinderarzt nach einem Impfschutz!